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Technischen Assistenten/in
für chemische und biologische Laboratorien (CBTA)

In den naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Laboratorien in Europa sind neben Wissenschaftlern und fortgeschrittenen Studenten (Diplomanden) speziell ausgebildete Technische Assistenten beschäftigt. In der Regel werden sie mit Routinearbeiten und speziellen Sonderaufgaben betraut, die häufig große Erfahrung in modernen Untersuchungsmethoden der Analytik erfordern. Sie bilden nicht selten den "Stamm" eines Labors und sind gleichzeitig Garant für die gleichbleibende Qualität der Laborarbeit.

Die(er) Technische Assistent(in) ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf und erfordert eine mindestens zweijährige Ausbildung mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Er unterliegt in Deutschland den Rahmenvereinbarungen der Kultusministerkonferenz (KMK). Der Abschluss hat europaweite Gültigkeit.

Das Berufsbild wird entscheidend vom beruflichen Einsatz in den unterschiedlichen Labors geprägt. Das Arbeitsgebiet der(s) CBTA ist außerordentlich weit gefächert. Wo immer Aufgabenstellungen Kenntnisse und Fähigkeiten aus beiden Gebieten, der Chemie und der Biologie, erfordern, sind sie die geeigneten Fachkräfte. Forschungsaufgaben in der Lebensmittel- und Biotechnologie, dem Pflanzenschutz, der Genetik und Gentechnologie, der Arzneimittelentwicklung und Wirkungsüberprüfung, und dem Einsatz von Zellkulturen - um nur einige aktuelle Forschungsgebiete aufzuzählen - erfordern heute unbedingt ausreichende Kenntnisse in Biologie und Chemie.

In jüngster Zeit haben die zunehmenden Erkenntnisse ökologischer Zusammenhänge und die phantastischen Erfolge der Molekularbiologie die Aufgabengebiete für kombinierte chemisch-biologische Untersuchungsmethoden stark erweitert, diese Entwicklung ist weiterhin von einer großen Dynamik und ein Ende nicht abzusehen. Mit dem Einzug des Computers in die Welt der chemischen und biologischen Labore ist eine ständige Wandlung der Laborarbeiten im Gange.

Die Ausbildung im LETTE-Verein trägt durch laufende Anpassung der Unterrichtsinhalte und die Anwendung moderner Untersuchungstechniken in der praktischen Ausbildung dieser Entwicklung Rechnung, ohne eine breite, fundierte Grundlagenausbildung zu vernachlässigen.

Der LETTE-Verein kann darauf verweisen, dass er als erste Berliner berufsbildende Institution gentechnische Arbeitsmethoden (1998), Zellkulturtechniken (2001) und Bioinformatik (2004) als Teile der modernen praktischen Ausbildung in das Ausbildungsprogramm aufgenommen hat.

Neben staatlichen Untersuchungsämtern mit speziellen oder routinemäßigen Untersuchungsaufgaben sind seit vielen Jahren auch Forschungsinstitute der Universitäten, Bundesanstalten und Forschungsorganisationen Arbeitgeber für CBTA's. In den letzten Jahren haben kleinere und mittlere Betriebe, die sich mit gentechnischen Aufgabenstellungen befassen, eine sprunghafte Zunahme der Nachfrage für diesen Beruf auf dem Arbeitsmarkt erzeugt.

Die Ausbildung zur/m CBTA ist daher eine hervorragende Basis für einen zukunftsorientierten Laborberuf, auch dann, wenn später noch ein Studium aufgenommen wird !

 
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